Mode-Fachkräfte starten ins Berufsleben

29.07.17

Quelle: Sandra Hüttner, FP. 29.7.2017

Unser Bild zeigt die erfolgreichen Absolventen und Absolventinnen der Bekleidungsfachschule Naila, die sich nun bekleidungstechnische Assistenten und Bekleidungstechniker nennen dürfen, mit dem stellvertretenden Leiter der Schule Dieter Rücker, Verbandsvertreter Xaver Aschenbrenner, Leiterin des Beruflichen Schulzentrums Münchberg-Ahornberg Monika Nestvogel und Bürgermeister Frank Stumpf. Foto: S.H.

 

Naila – Auch für die Fach- und Berufsfachschule für Bekleidung Naila ist das Schuljahr zu Ende. 29 Absolventen nahmen deshalb ihre Abschlüsse entgegen, 15 als bekleidungstechnische Assistenten und 14 als Bekleidungstechniker. In beiden Abschlussklassen waren je zwei junge Herren dabei, die sich der Mode verschrieben haben.
Dabei gab es nicht nur die Zeugnisse, sondern auch Buchpreise, Verbandspreise und Meisterpreise. Die Buchpreise des Landratsamtes übergab Frank Stumpf, stellvertretender Landrat und Nailaer Bürgermeister, an Johanna Knoblich (Fachschule) und Lisa Kritzenthaler (Berufsfachschule) für das jeweils themengerechteste Modell.
„Dies muss aber nicht zwingend das schönste gewesen sein“, merkte die Leiterin des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Münchberg- Ahornberg, Monika Nestvogel, an, die zuvor einen Blick in die Zukunft skizziert hatte. Sie unterstrich, dass sich die Arbeitswelt ständig verändert und damit auch die Anforderungen an jeden Beruf. „Die Veränderungen geschehen auch im Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung immer schneller. Und welche Bereiche unserer heutigen Aufgaben werden wohl in Zukunft Maschinen und Roboter übernehmen?“, fragte die Schulleiterin und informierte zugleich, dass bei Fachkraftberufen laut einer Untersuchung schon 45,5 Prozent der Aufgaben von Maschinen, Automaten und Robotern übernommen werden können.
Nestvogel versicherte aber auch, dass trotz der wunderbaren Zukunftsaussichten weiterhin Fachkräfte benötigt werden, die Ideen haben und Innovationen vorantreiben, Tüftler, die Textilien in allen Bereichen des Lebens weiterentwickeln, auch auf Gebieten, an die heute noch niemand denkt. „Aber, liebe Auszubildende, Absolventen der Fach- und Berufsfachschulen, Ihre Fachkompetenz wird dringend benötigt. Die Art, der Umfang und die Inhalte Ihrer Arbeit werden sich vermutlich in Zukunft ändern. Bleiben Sie neugierig und lernbereit.“
Dem stimmte auch stellvertretender Landrat und Bürgermeister Frank Stumpf zu, der feststellte: „Wer nicht mitmacht, hat schon verloren, vor allem bezogen auf das rasante Tempo in der Technik. Das Zeugnis ist ein Fundament für den weiteren Weg, der noch lange nicht zu Ende ist.“
Den Verband der Bayerischen Textil- und Bekleidungsfachschule vertrat stellvertretender Hauptgeschäftsführer Xaver Aschenbrenner. Er merkte an, dass die Kreativität nicht durch Maschinen ersetzt werden kann, nur manche Arbeitsschritte erleichtert werden. Aschenbrenner überreichte die mit 300 Euro dotierten Verbandspreise an Lisa Kritzenthaler mit einem Notendurchschnitt von 1,58 von der Berufsfachschule und Katrin Kuhmann mit einem glatten Einser-Schnitt von der Fachschule. Auch die Verleihung der Meisterpreisurkunden fand statt, die an Katrin Kuhmann (1,0), Aurelia Bauer (1,23) und Yvonne Morenz (1,23) gingen, die zudem mit 1000 Euro dotiert waren. Den gleichen Durchschnitt von 1,23 hatte zudem Sema Sayilikan, die zwar keine Urkunde wegen des schlechteren Durchschnitts in den Prüfungsfächern erhielt, aber den Geldpreis. Nicht unerwähnt blieb das Projekt für die Firma Zuleeg mit der Entwicklung von Entwürfen für Kinderkleidung aus einem innovativen Stoff. Den Abschluss bildeten die Absolventen: Lisa Kritzenthaler und Ralph Spindler dankten den Lehrkräften und gaben in einem Dialog noch Insiderinfos preis.

Abschied von einer erfolgreichen Lehrerin

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Naila – Mit Ende des Schuljahres hat auch die gelernte Bekleidungstechnikerin Hannelore Merkel an der Fach- und Berufsfachschule für Bekleidung Naila ihren Schuldienst als nebenberufliche Lehrkraft in den Fächern Fertigungstechnik und Maschinenkunde beendet. Seit 2001 war die in Lichtenberg wohnende Fachkraft, die 1995 in die Selbstständigkeit ging, Lehrerin. „Unermüdlich brachte sie Schülerinnen und Schülern, ob begabt oder unbegabt, die Kunst des Nähens bei und das sehr erfolgreich“, lobte die Leiterin des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Münchberg- Ahornberg, Monika Nestvogel. Sie verabschiedete Hannelore Merkel mit einem Präsent und dankte für ihr Wirken an der Schule in den vergangenen 16 Jahren.

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